505 Agility Test  

Der 505 Agility Test (505) dient zur Diagnostik von Richtungswechseln um 180°.

Entwickelt wurde der Test 1985 ursprünglich für die Anforderungen im Cricket,[1] findet heutzutage allerdings auch in anderen Sportarten Anwendung. Die Reliabilität wir mit einer Intra-Klassen-Korrelation (ICC) von 0.81 angegeben und der Test gilt als valides Verfahren zur Bestimmung der Richtungswechselfähigkeit.[3][6]

Aufbau

Die Athleten sprinten einmalig zwischen zwei 15 m voneinander entfernten Linien. Nach den ersten 10 m wird eine Lichtschranke passiert und nach weiteren 5 m erfolgt ein Richtungswechsel um 180°. Daraufhin sprinten die Athleten zurück durch die Lichtschranke.[2][3] Als Ergebnis dient die Zeit zwischen den beiden Durchquerungen der Lichtschranke.[6]

505_Laufweg

Abbildung 1: Aufbau und Laufweg des 505 Agility Test

Vor- und Nachteile

Aufgrund des geringen materiellen Aufwandes sowie der schnellen Durchführbarkeit wird die Ökonomie des 505 als gut bewertet. Es werden neben Lichtschranken mindestens 3 Markierungen benötigt.[3] Zwar können Athleten nur einzeln getestet werden, dennoch verlangt ein Testdurchlauf nur einen sehr geringen zeitlichen Aufwand.

Schwächen weist der 505 bei der Differenzierung zwischen hoch- und niedrigklassigen Spielern auf. Bei Rugbyspielern konnte der 505 diese nicht voneinander unterscheiden.[5]

Es bleibt festzuhalten, dass der 505 nicht wie dessen Name suggeriert die Agilität eines Athleten testet, sondern ausschließlich dessen Richtungswechselfähigkeit da keine Reaktion auf einen Stimulus erfolgt.

Einzelnachweise

  1. Sheppard, JM & Young, WB. (2006). Agility literature review: classifications, training and testing. Journal of sports sciences 24 (9), 919-932→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16882626
  2. Swinton, PA., Lloyd, R., Keogh, JW., Agouris, I & Stewart, AD. (2013). Regression models of sprint, vertical jump and change of direction performance. Journal of Strength and Conditioning Research, 1130-1135.→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24345969
  3. Cochrane, DJ., Legg, SJ & Hooker, MJ. (2004). The short-term effect of whole-body vibration training on vertical jump, sprint, and agility performance. Journal of strength and conditioning research / National Strength & Conditioning Association 18 (4), 828-832.→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15574090
  4. Gabbett, TJ. (2007). Physiological and anthropometric characteristics of elite women rugby league players. Journal of strength and conditioning research / National Strength & Conditioning Association 21 (3), 875-881.→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17685702
  5. Gabbett, TJ., Kelly, JN & Sheppard, JM. (2008). Speed, change of direction speed, and reactive agility of rugby league players. Journal of strength and conditioning research / National Strength & Conditioning Association 22 (1), 174-181.→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18296972
  6. Stewart, PF., Turner, AN & Miller, SC. (2012). Reliability, factorial validity, and interrelationships of five commonly used change of direction speed tests. Scandinavian journal of medicine & science in sports, 1120-1128.→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23176602