Atemmuskulatur  

Die Ausatmung (Exspiration) unter Ruhebedingungen und unter Nutzung der in der Einatmungsphase (Inspiration) gespeicherten Energie verläuft passiv, während sich bei der Inspiration das Lungenvolumen mithilfe des Zwerchfells (Diaphragma) vergrößert. Des Weiteren unterstützen mehrere Brust-, Zwischenrippen und Halsmuskeln (Mm. intercostales externi, Diaphragma, Mm sternocleidomastoidei, Mm. scaleni) die Atmung, wobei aufgrund der Rippenanatomie der Brustkorb in allen drei räumlichen Ebenen vergrößert wird. Bei gesteigerter Atemanstrengung (z.B. sportlicher Betätigung) bedient sich auch die Exspirationsphase sogenannten Reservemuskeln (Mm. intercostales interni und Bauchmuskeln) für die forcierte Ausatmung. Physikalisch funktioniert eine passive Bewegung der Lunge nur deshalb, weil sich zwischen Zwerchfell und Brustkorb ein flüssigkeitsgefüllter Raum (Pleuraspalt) befindet, dessen Unterdruck als treibende Kraft angesehen werden kann. Die Volumenänderung der Lunge schafft einen Druckgradienten, bei dem bei Inspiration der Druck in den Alveolen niedriger ist als in der Ausatemluft; für die Exspiration gilt das Gegenteil. Prinzipiell wird zwischen Zwerchfell- und Rippenatmung differenziert wobei vereinfacht die Rippenatmung bei erhöhter Atemanstrengung hinzu geschaltet wird.