Atemzentrum  

Da die Atmung eine der lebenswichtigsten Funktionen darstellt ist sie nur zum Teil willentlich beeinflussbar. Der Atemantrieb kann über die Aktivierung der Atemmuskulatur selbst oder durch Emotionen, Stress, Blutdruck, Körpertemperatur oder Hormone gesteigert werden.

Die unwillkürliche Steuerung der Atmung erfolgt über das Atemzentrum im Gehirn (Medulla oblongata), das im verlängerten Rückenmark sitzt [1]. Das Atemzentrum kann als Steuerungs- und Kontrollzentrum angesehen werden, in dem u.a. Informationen über Blutgaspartialdrücke (pO2, pCO2), pH-Werte, die körperliche Aktivität und die Lungenfüllung verarbeitet werden [1]. Steigt beispielsweise die Kohlendioxidkonzentration im Blut (= gesteigerter pCO2 durch erhöhten körperlichen Stoffwechsel) nimmt zunächst die Atemfrequenz dann die Atemtiefe zu.

Einzelnachweise

  1. Hilaire, G. and B. Duron, Maturation of the mammalian respiratory system. Physiol Rev, 1999. 79(2): p. 325-60→ http://physrev.physiology.org/content/79/2/325.long