pH-Wert  

Der pH-Wert (dimensionslos) gibt an ob eine wässrige Lösung sauer (pH < 7) oder basisch (pH > 7) ist. Ein pH-Wert von 7 wird als neutral bezeichnet. Der pH Wert wird als negativ dekadisch Zehnerlogarithmus der Wasserstoffionen-Aktivität definiert.

Im Blut ist der pH-Wert maßgeblich abhängig von der Menge den vorhandenen Puffersubstanzen. Im menschlichen Körper sind vier Hauptpuffersysteme dafür verantwortlich, den pH in einem physiologischen Bereich zu halten und überschüssige H+-Ionen zu binden: Bikarbonat (HCO3), Proteinat (Proteinanion), sekundäres Phosphat (HPO42-) und Hämoglobin (in den Erythrozyten).[1] Der pH-Wert im Blut unterscheidet sich im Vergleich zum pH-Wert innerhalb einer Zelle (Muskelzellen, Erythrozyten, etc.). Aufgrund des negativen Membranpotentials kommt es zu einer Akkumulation von H+-Ionen innerhalb einer Zelle.[2] Bei einem Membranpotential von -60 – -80 mV beim Skelettmuskel, ist der interne pH mehr als eine Einheit niedriger als der externe pH (extern 7,4; intern 6,9 – 7,2 (je nach Zellart).[3]

Einzelnachweise

  1. Schmidt, R.F., G. Thews, and H. Rein, Physiologie des Menschen. 30. Auflage ed. 2007, Berlin ; New York: Springer. 1037.
  2. Juel, C., Lactate-proton cotransport in skeletal muscle. Physiol Rev, 1997. 77(2): p. 321-58.→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9114817
  3. Mooren, F. and K. Völker, Molecular and cellular exercise physiology. 2005, Champaign, IL: Human Kinetics. x, 453 p.