Drop-Out  

Drop-Out

Drop-Out (engl. rausfallen), beschreibt im Sport das vorzeitige Karriereende, bei dem der Rückzug für den Athleten unvorbereitet und ohne volles Ausschöpfen seines Leistungspotenzials bzw. Erreichen des potenziellen Leistungshöhepunktes erfolgt.[3][5] Der Drop-Out, dessen kritischste Phase die Pubertät und Adoleszenz darstellt, wird häufig dramatischer und negativer erlebt als andere Karrierebeendigungen.[2] Der Drop-Out-Entscheidung geht meist ein längerfristiger Prozess in Form einer Kosten-Nutzen-Analyse voraus.[1] Mangelnde soziale Unterstützung auf Seiten der Eltern und ein unangemessenes Führungsverhalten des Trainers können dabei ein vorzeitiges sportliches Karriereende begünstigen. Weitere Drop-Out-Gründe sind unter anderem in schulischen oder beruflichen Belastungen, Verletzungen, fehlender Freizeit, Konflikten im sportlichen Umfeld, Problemen im sozialen Umfeld, dem Lebensalter, geringer soziale Mobilität, fehlender Motivation und Kritik am Leistungssport zu finden.[2][3]

Retirement

Retirement (Ruhestand) hingegen charakterisiert das frühzeitige Ausscheiden des Sportlers nach Erreichen des individuellen Leistungszenits[6] und beinhaltet eine subjektive Entscheidungsfreiheit beim Erleben und Bewältigen des Karriereendes. Die Gründe sind denen des Drop-Outs komparabel.

 

(Gekürzter Auszug aus: Duttler & Engel, 2011[4])

Einzelnachweise

  1. Alfermann, D. (2008). Karrierebeendigung im Sport. In J. Beckmann, M. Kellmann & N. Birbaumer (Hrsg.), Anwendungen der Sportpsychologie (S. 499-541). Göttingen: Hogrefe Verl. für Psychologie.
  2. Alfermann, D. (2010). Interventionsverfahren zur Planung und Bewältigung des Karriereendes im Leistungssport. In O. Stoll, I. Pfeffer & D. Alfermann (Hrsg.), Lehrbuch Sportpsychologie (S. 197–207). Bern: Huber.
  3. Bußmann, G. (1996). Trainerbezogene Bedingungen des Dropout. In G. Anders & E. Braun- Laufer (Hrsg.), Frauen im Leistungssport (S. 57-62). Köln: Sport und Buch Strauß.
  4. Duttler, G. & Engel, M. (2011). Über die Schwierigkeit des Abtretens: Analyse determinierender Faktoren eines gelingenden leistungssportlichen Karriereendes. Leistungssport 41 (6), 6-11.
  5. Salmela, J.H., Young, W. & Kallio, J. (2000). Within-career transitions of the athlete-coach-parent triad. In D. Lavallee & P. Wylleman (Hrsg.), Career transitions in sport. International perspectives (S. 181–193). Morgantown: Fitness Information Technology.
  6. Singer, E. (1993). Abbrechen oder Fortsetzen - Prädiktoren für den frühzeitigen Karriereabbruch von Auswahlspielerinnen und -spielern im Jugend- und Juniorenalter im Hallenhandball. In H. Digel (Hrsg.), Talente im Handball. Auf der Suche nach neuen Wegen. Berichtsband zum DHB-Kongress 1992 (S. 211-229). Aachen: Meyer und Meyer.