Erythropoetin  

Der Sauerstoffpartialdruck in der Atemluft verringert sich mit zunehmender Höhe über dem Meeresspiegel mit der Folge von reduzierter arterieller Sauerstoffsättigung in der Muskulatur. Dies führt zu sogenannten hypoxiebedingten Leistungseinbußen [1]. Um die verringerte Sauerstoffverfügbarkeit auszugleichen, reagiert der Organismus akut mit gesteigertem Atemantrieb, sowie einer erhöhten Herzfrequenz in Ruhe und bei submaximalen Belastungen [2]. Bei chronischer Höhenexposition kommt es durch die verringerte Verfügbarkeit von Sauerstoff zu einer erhöhten Ausschüttung des Hormons Erythropoetin und einer gesteigerten Bildung von Retikulozyten. Erythropoetin ist der Wachstumsfaktor für die Bildung roter Blutkörperchen und somit sehr wichtig für den Sauerstofftransport im Blut. Basierend hierauf steigen Hämoglobinmasse und Hämatokrit [3]. Weitere Anpassungen manifestieren sich in einer gesteigerten Kapillarisierung und einer erhöhten Dichte an Mitochondrien, sowie einer verbesserten oxidativen Enzymatik [4].

Einzelnachweise

  1. Daniels, J. and N. Oldridge, The effects of alternate exposure to altitude and sea level on world-class middle-distance runners. Med Sci Sports, 1970. 2(3): p. 107-12.→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/5527250
  2. Wolfel, E.E., et al., Oxygen transport during steady-state submaximal exercise in chronic hypoxia. J Appl Physiol, 1991. 70(3): p. 1129-36.→ http://jap.physiology.org/content/70/3/1129
  3. Sawka, M.N., et al., Blood volume: importance and adaptations to exercise training, environmental stresses, and trauma/sickness. Med Sci Sports Exerc, 2000. 32(2): p. 332-48.→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10694114
  4. Millet, G.P., et al., Combining hypoxic methods for peak performance. Sports Med, 2010. 40(1): p. 1-25.→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20020784