Fettoxidation  

Maximale Fettoxidation

Die Rate, mit der Fette während körperlicher Belastung oxidiert werden, ist direkt proportional zur Belastungsintensität. Während geringer Belastungsintensitäten steigt die Fettoxidation mit steigender Belastungsintensität und erreicht ein Maximum während moderater Intensitäten, bevor sie bei höheren Belastungsintensitäten, wenn Kohlenhydrate die primäre Energiequelle darstellen, rasch abfällt. Die Belastungsintensität, bei der die maximale Fettoxidation erzielt wird, wird als ‘Fatmax’ bezeichnet [1]. Für die meisten Personen tritt die maximale Fettoxidation während Intensitäten zwischen 40% und 65% der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) auf. Fatmax sowie die korrespondierende Fettoxidationsrate können im Rahmen eines Rampenprotokolls ermittelt werden, welches einen weiten Bereich an Belastungsintensitäten – typischerweise zwischen 35 und 85% VO2max – abdeckt. Während die Fettoxidationsrate – in g/min ausgedrückt – von zahlreichen Faktoren wie Trainingszustand, Aktivitätsform, und Ernährungsstatus (z.B. nüchtern vs. postprandial) abhängig ist, erscheint Fatmax (ausgedrückt in %VO2max) sehr robust gegenüber dieser Variablen. Des Weiteren wurden bisher keine Geschlechterunterschiede fuer Fatmax beobachtet [3]. In jüngeren Untersuchungen wurde allerdings jedoch die Validität und Reproduzierbarkeit von Fatmax in Frage gestellt [2].

Einzelnachweise

  1. Achten J, Gleeson M, Jeukendrup AE. Determination of the exercise intensity that elicits maximal fat oxidation. Med Sci Sports Exerc. 2002, 34, 92-7.→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11782653
  2. Croci I, Borrani F, Byrne N, Wood R, Hickman I, Chenevière X, Malatesta D. Reproducibility of Fatmax and fat oxidation rates during exercise in recreationally trained males. PLoS One. 2014, 9, e97930. doi: 10.1371/journal.pone.0097930→ http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0097930
  3. Venables MC, Achten J, Jeukendrup AE. Determinants of fat oxidation during exercise in healthy men and women: a cross-sectional study. J Appl Physiol. 2005, 98, 160-7.→ http://jap.physiology.org/content/98/1/160