Illinois Agility Test  

Der Illinois Agility Test (IAT) ist ein Testverfahren zur Bestimmung der Richtungswechselfähigkeit von Sportlern.[1][2] Die Aufgabe bei dem IAT besteht für die Athleten darin, einen vorher bekannten und abgesteckten Weg abzulaufen.[1]

Aufbau

Für den IAT wird ein Rechteck mit vier Markierungen mit den Maßen 10 x 5 m abgesteckt. Mittig befinden sich auf einer Linie vier weitere Markierungen in einem Abstand von 3,3 m zueinander. Lichtschranken markieren den Start- und Zieldurchlauf an zwei der äußeren Markierungen. Der Test fordert von den Athleten Sprints von bis zu 10 m, Richtungswechsel um 180°, Slalomläufe sowie Abstoppbewegungen. Als Ergebnis dient die Sprintzeit von Start zu Ziel.[3]

IAT

Abb. 1: Aufbau des Illinois Agility Test

Werden Markierungen von den Athleten umgeworfen, muss der Test wiederholt werden.[3] Ein Testdurchlauf dauert in etwa 15 Sekunden.[5]

Vor- und Nachteile

Der IAT gilt als reliabel (ICC = 0.89) und valide.[1] Athleten können nur einzeln getestet werden, da ein Testdurchlauf jedoch nicht mehr als 15 s benötigt und nur wenige Materialien verwendet werden, weist der Test eine ausreichende Ökonomie auf.

Mit dem IAT kann nicht die Agilität, sondern nur die Richtungswechselfähigkeit eines Athleten getestet werden, da keine Reaktion auf einen Stimulus erfolgt.[3][4]

Da der Test Sprints von bis zu 10 m von den Athleten verlangt, spielt bei dem Ergebnis nicht nur die Richtungswechselfähigkeit, sondern auch die Beschleunigung des Athleten eine Rolle.[3]Dies sollten Anwender bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigen.

Einzelnachweise

  1. Stewart, PF., Turner, AN & Miller, SC. (2012). Reliability, factorial validity, and interrelationships of five commonly used change of direction speed tests. Scandinavian journal of medicine & science in sports, 1120-1128.→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23176602
  2. Amiri-Khorasani, M., Sahebozamani, M., Tabrizi, KG & Yusof, AB. (2010). Acute effect of different stretching methods on Illinois agility test in soccer players. Journal of strength and conditioning research / National Strength & Conditioning Association 24 (10), 2698-2704.→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20168255
  3. Hachana, Y., Chaabene, H., Nabli, MA., Attia, A., Moualhi, J., Farhat, N & Elloumi, M. (2013). Test-retest reliability, criterion-related validity, and minimal detectable change of theillinois agility test in male team sport athletes. Journal of strength and conditioning research / National Strength & Conditioning Association 27 (10), 2752-2759.→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23439329
  4. Sheppard, JM & Young, WB. (2006). Agility literature review: classifications, training and testing. Journal of sports sciences 24 (9), 919-932→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16882626
  5. Lockie, RG., Schultz, AB., Callaghan, SJ., Jeffriess, MD & Berry, SP. (2013). Reliability and Validity of a New Test of Change-of-Direction Speed for Field-Based Sports: the Change-of-Direction and Acceleration Test (CODAT). Journal of sports science & medicine 12 (1), 88-96.→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3761765/