Kinematik  

Die Kinematik (engl.: kinematic) beschäftigt sich mit der Lage und Bewegung von Körpern/Punkten im Raum. Zentrale Größen bei translatorischen Bewegungen sind Position, Geschwindigkeit sowie Beschleunigung,[1] und bei rotatorischen Bewegungen Winkel, Winkelgeschwindigkeit und Winkelbeschleunigung. [2][3][4]

Normale Videokameras oder Infrarotkameras ermöglichen die Aufnahme von 2-D oder 3-D Bildern von Athleten im Wettkampf oder Training und deren experimentelle Untersuchung. Dabei werden häufig reflektierende Marker auf dem Körper des Athleten befestigt, um Gelenkwinkel sowie Bewegungen besser aufnehmen zu können.[4] Zur Auswertung stehen sowohl kostenpflichtige Programme als auch Freeware zur Verfügung.

Inverse Dynamik benötigt die Ergebnisse aus der Kinematik.[4]

Mit den Ursachen für die Größen der Kinematik, welche im sportwissenschaftlichen Kontext häufig, aber nicht ausschließlich auf die Muskulatur sowie Sehnen und Bänder zurückzuführen sind, beschäftigt sich die Kinetik.[4]

Einzelnachweise

  1. An, KN., Chao, EY. (1984). Kinematic analysis of human movement. Ann Biomed Eng. 12(6) 585-97.→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6534225
  2. Schwameder et al. (2013)Struktur sportlicher Bewegung – Sportbiomechanik. In: Sport das Lehrbuch für das Sportstudium. (Hrsg.). Güllich, A., Krüger, M. Berlin: Springer Spektrum.
  3. Fantini Pagani, CH., Hinrichs, M., Brüggemann, GP. (2011). Kinetic and Kinematic Changes with the Use of Valgus Knee Brace and Lateral Wedge Insoles in Patins with Medial Knee Osteoarthritis. Journal of Orthopaedic Research. 30(7):1125-32→ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22161816
  4. Robertson, DGE., Cladwell, GE., Hamill, J., Kamen, G., Whittlesey, SN., (2014) Research Methods in Biomechanics. New York: Human Kinetics