Persönlichkeitsfragebogen BFI  

Der Fragebogen zur Erfassung der „Big Five“ dient als Erhebungsinstrument für die fünf Hauptmerkmale der Persönlichkeit (Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit). Die Andwendung der Kurzversion (K-BFI oder BFI-10 genannt) mit zehn Fragen ist weit verbreitet, da diese Version eine ökonomische Bearbeitungsdauer von ein bis zwei Minuten besitzt.[3] Die fünf Persönlichkeitskonstrukte werden anhand von jeweils drei kombinierten Items abgefragt. Die kombinierten Items decken zwei Facetten derselben Persönlichkeitsdimension ab z.B. „Ich schenke anderen Vertrauen, glaube an das Gute im Menschen“.[1] Das Item wird auf einer fünfstufigen Likert-Skala von „sehr unzutreffend“ bis „sehr zutreffend“ eingeschätzt.

Zahlreiche Untersuchungen haben versucht, einen Zusammenhang zwischen der Persönlichkeit und der sportlichen Aktivität herzustellen.[2] Beispielsweise werden die Persönlichkeitsstrukturen „dominant“, „extrovertiert“, „leistungsorientiert“ und „risikobereit“ eher Sportlern als Nicht-Sportlern zugewiesen, wobei wissenschaftliche Befunde eher inkonsistente Ergebnisse aufzeigen und sich keine pauschale Aussage zur Korrelation von Persönlichkeit und sportlicher Aktivität treffen lässt. [2][4]

Einzelnachweise

  1. Lang, F. R.; Lüdtke, O. (Hg.) (2005): Der Big Five-Ansatz der Persönlichkeitsforschung: Instrumente und Vorgehen. Unter Mitarbeit von S. Schumann und H. Schoen. 5. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
  2. Mummendey, H. D. (1983): Sport und Persönlichkeit - Versuch einer Tertiäranalyse. Bielefelder Arbeiten zur Sozialpsychologie. Universität Bielefeld, Bielefeld. Fakultät für Soziologie.
  3. Rammstedt, B.; John, O. P. (2005): Kurzversion des Big Five Inventory (BFI-K). In: Diagnostica 51 (4), S. 195–206.
  4. Sack, H.-G (1975): Sportliche Betätigung und Persönlichkeit. 1. Aufl. Ahrensburg bei Hamburg: I. Czwalina (Sportwissenschaftliche Dissertationen, 1).